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Info Kunststoffhufbeschläge

 

Kunststoffhufbeschläge sind keine neue Erfindung. Es wurden schon vor mehr als hundert Jahren Alternativen zum starren Eisenbeschlag gesucht. Die Beweggründe Alternativen zum herkömmlichen Eisenbeschlag zu suchen, unterschieden sich in der damaligen Zeit nicht wesentlich davon, was einen heute dazu bewegt, Kunststoffbeschläge zu verwenden. Es ist die Erhaltung und Verbesserung der gesundheitlichen Situation unserer Pferde, inbesondere der Hufe.

Der Eisenbeschlag, das wurde bereits in einer Zeit erkannt, als man von der Leistung der Pferde sowohl als Zugtier als auch als Reittier existenziell abhängig war, schädigt den Huf und wird bis heute als notwendiges Übel bezeichnet. Dafür sind die spezifischen Eigenschaften des Werkstoffs Eisen verantwortlich. Eisen ist schwer, starr und lässt sich im kalten Zustand nur mit hohem Kraftaufwand verformen.

Das hohe Gewicht eines Eisenbeschlags wird bei jedem Schritt, Tritt oder Sprung, den ein Pferd macht, beschleunigt (bis zu 100 kmh) und wieder abgebremst. Die Fliehkräfte die dabei auf die Hornkapsel, Sehnen und Bänder wirken sind enorm. Sichtbar sind diese Kräfte in der Trab-und Galoppbewegung. Es entsteht ein sogenannter Pendeleffekt. Dabei pendelt die Hornkapsel beim Nachvorneschwingen des Beines von dem Gewicht des Eisenbeschlags bis zur maximalen Steckung der Sehnen nach vorne und wieder zurück.

Die Unbeweglichkeit eines Eisenhufbeschlags behindert in hohem Maß die sowohl horizontale als auch vertikale Beweglichkeit der Hornkapsel. Diese Beweglichkeit der Hornkapsel ist aber notwendig, um Bodenunebenheiten auszugleichen und die Durchblutung des Hufs zu gewährleisten.

Da sich Eisen in kaltem Zustand schwer verformen lässt, ist es auch nicht in der Lage, durch das Auffußen entstehende Prellschläge zu Dämpfen. Diese Schläge, Stöße und hochfrequenten Schwingungen wirken dann ungehindert auf den Bewegungsapparat.

Die Vorteile von Eisenbeschlägen sind sicherlich der Abriebschutz, der geringe Preis und dass der Beschlag jeder Hufform angepasst werden kann.

Wie sollte also ein idealer Hufschutz beschaffen sein.

Er sollte leicht sein, vom Material ähnlich der Hornkapsel sein, gute Dämpfung bieten und einen Schutz gegen Hornabrieb gewährleisten.

Ein Kunststoffbeschlag eben.

Aber, Kunststoffbeschlag ist nicht gleich Kunststoffbeschlag.

Beim Kunststoffbeschlag muss besonderes Augenmerk auf die Konstruktion, die Profilierung und das verwendete Material gelegt werden.

Die Konstruktion sollte so sein, dass, wenn auch im Außenbereich Material zum Anpassen des Hufbeschlags an den Huf weggenommen wurde, die Stabilität erhalten bleibt. Also haben wir die Stabilisierung in die Mitte der Hufbeschlagsschenkel gelegt.

Die Profilierung sollte griffig sein ohne zu verstopfen. Ich denke, das ist uns gelungen.

Das verwendete Material sollte etwa die Beschaffenheit des Hufhorns haben. Zu hartes Material ist zu rutschig und bietet nicht genug Abriebschutz, weil es durch das zu starke Rutschen stärker abgenutzt wird. Zu weiches Material hat einen excellenten Abriebschutz, der allerdings teuer erkauft werden muss. Das zu weiche Material hat eine ähnliche Wirkung wie Stollen. Es krallt sich am Untergrund fest und lässt keine noch so kleine Bewegung zu. Die Folge davon ist, jede Bewegung muss von den Gelenken aufgefangen werden; diese verschleissen vorzeitig. Haltbarkeit ist eben nicht alles.

Der Preis von Kunststoffhufbeschlägen kann mit dem von Eisenbeschläge nicht konkurrieren. Das liegt zum einen daran, dass der Rohstoff Kunststoff bis zu fünfmal teurer ist als Eisen, zum anderen sind die Herstellungkosten beim Kunststoffhufbeschlag sehr viel höher als beim Eisenbeschlag. Doch ich denke, die Gesundheit bzw. die Gesunderhaltung unserer Pferde sollte uns das Wert sein.

 

 

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